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Generalsanierung der Luegbrücke hat begonnen

Bis 2027 soll das erste Tragwerk stehen, 2030 die gesamte Brücke fertiggestellt sein. Kosten: 380 Mio. Euro.

Im Falle der zur Erneuerung bzw. Generalsanierung anstehenden Luegbrücke auf der Brennerautobahn (A13) ist am Montag der offizielle Baustart erfolgt. Bis 2027 soll das erste Brückentragwerk stehen, im Jahr 2030 die gesamte Brücke fertiggestellt sein. Unterdessen will Karl Mühlsteiger, der Bürgermeister der Standortgemeinde Gries am Brenner, aus Protest erneut einen Antrag auf eine mehrstündige Kundgebung auf der Autobahn stellen. Er fordert vehement eine Tunnellösung.

Die Protestversammlung soll Ende Mai/Anfang Juni stattfinden. Bereits im Herbst 2024 hatte der Bürgermeister eine solche Protestversammlung auf der A13 geplant. Damals wurde dies von der Behörde jedoch nicht genehmigt. Als Gründe wurden unter anderem die offenbar zu massiven Auswirkungen auf den Verkehr angegeben. Hauptbetroffen wäre der Reiseverkehr auf der Brennerroute gewesen, wurde argumentiert.

62.000 Kubikmeter Beton, 9.500 Tonnen Stahl und 64.000 Quadratmeter Asphalt werden auf dieser Brücke in den nächsten fünf Jahren verbaut. Themenbild: APA

Der Verkehr auf der Luegbrücke wird bereits seit Anfang Jänner größtenteils in beiden Richtungen einspurig geführt. An insgesamt 180 Tagen im Jahr soll Zweispurigkeit vorherrschen. Das befürchtete große Verkehrschaos auf der ohnehin transitbelasteten Strecke blieb bisher aus.

Die gestarteten Bauarbeiten haben es jedenfalls in sich. Verbaut werden unter anderem 62.000 Kubikmeter Beton, 9.500 Tonnen Stahl, 64.000 Quadratmeter Asphalt und 10.000 Tonnen Bewehrung. Die reinen Baukosten betragen 217 Mio. Euro, das Gesamtpaket etwa 380 Mio. Euro. Der Auftrag für die Erneuerung der Brücke ging an die beiden Baukonzerne Strabag und Porr. Bis Ende 2027 soll das erste Brückentragwerk errichtet werden. Dann stehen wieder durchgängig zwei Fahrspuren pro Richtung bereit. Mit der Fertigstellung der gesamten Brücke wird 2030 gerechnet.

Die Erneuerung der 1,8 Kilometer langen Luegbrücke aus den 1960er-Jahren war notwendig geworden, da sie laut Autobahnbetreiber Asfinag „am Ende der Lebensdauer“ angekommen und dringend sanierungsbedürftig sei. Dem Neubau bzw. der Generalsanierung war ein jahrelanges politisches wie juristisches Tauziehen vorausgegangen. Verkehrsministerium, Asfinag und Landesregierung hatten sich für den Neubau der Autobahnbrücke entschieden. Kritiker, insbesondere in der Gemeinde Gries am Brenner, favorisierten eine Tunnellösung.

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