Nachdem auch die vierte KV-Verhandlungsrunde der privaten Busunternehmen ohne Ergebnis geendet hatte, ist für Donnerstag, 20. Februar, ein bundesweiter Warnstreik angekündigt. Zwischen 4.00 und 6.00 Uhr sind die Busfahrer:innen aufgerufen, den Motor abzustellen. In Tirol trifft dies hauptsächlich die Morgenpendler und Schüler im Großraum Innsbruck. Der Direktbus von Lienz über Sillian nach Innsbruck fährt aber nach Plan, wie der VVT auf Anfrage von Dolomitenstadt bestätigt.
Aufgerufen zum Warnstreik hatte die Gewerkschaft vida, die in den KV-Verhandlungen vor allem bessere Arbeitsbedingungen fordert. Wie das Momentum Institut berichtet, geht es dabei um die Beibehaltung der Ruhezeiten, die Reduzierung der Pausenabzüge, eine 5-Tage-Woche, Sonntagszuschläge und den Ausbau der Nachtzuschläge sowie höhere Lohnsteigerungen. Unter den aktuellen Verhältnissen sei es schwierig, dem Personalmangel entgegenzuwirken.
Da die Öffentlichen Verkehrsmittel ein zentrales Element der angestrebten Mobilitätswende darstellen, drängt der gewerkschaftsnahe Thinktank auf faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Nur so können Menschen für diese Branche begeistert und damit die Pensionierungswelle abgeschwächt werden. Ist dies geschafft, könne zudem an den Ausbau des Busnetzes gedacht werden.
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Derzeit haben laut Momentum Institut 48 Prozent der Österreicher:innen „eine unzureichende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Jeder Zehnte im Land – rund 1,2 Millionen Menschen – hat gar keine Anbindung.“ In Tirol liege die Öffi-Abdeckung bei 55 Prozent, sprich jede:r Zweite ist wegen mangelhaften öffentlichen Verkehrsverbindungen eingeschränkt.
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