Die naturnahe Bewirtschaftung der Almen ist nicht nur ein Ziel, das sich die Wanderer wünschen, sondern sie bedeutet auch eine nationalparkgerechte und ökologisch sinnvolle Almbewirtschaftung im Sinne von Natura2000. Die Almbewirtschafter können sich diesen Naturschutzzielen freiwillig anschließen und damit das Nationalparkzertifikat erhalten. Insbesondere in den sensiblen Hochgebirgsstandorten hat sich das in den letzten Jahren als interessant erwiesen, denn es geht darum, auch in Zukunft eine sinnvolle und ertragreiche Bewirtschaftung der Almen sicherstellen zu können.
LHStv. Ingrid Felipe, Almobmann Johann Gumpitsch und Nationalparkdirektor Hermann Stotter auf der Hofalm im Debanttal. Foto: NPHT
Im Rahmen der Diskussionsprozesse zwischen Naturschutz und den Bewirtschaftern wird immer wieder versucht, auch soziale und kulturelle Maßnahmen zu integrieren, wie die Erhebung und Sicherung alter Flurnamen auf den Almen. Alle umgesetzten Maßnahmen im Rahmen des Zertifikats stehen im Einklang mit einer standortangepassten, nachhaltigen Almwirtschaft. Erwartet wird, dass damit auf Dauer die wertvollen Almweiden und damit Lebensräume sowie Lebensarten erhalten werden können. Die letzte Programmperiode des Nationalparkzertifikats, die von 2007 bis 2014 währte, ist inzwischen zu Ende gegangen. Erste Resultate für den Nationalpark Hohe Tauern (Tiroler Seite) wurden nun veröffentlicht:
95 Hektar wertvolle Magerweiden lkonnten angfristig erhalten werden
23 Hektar Lärchweiden wurden wieder hergestellt
rund 10 Hektar an natürlichen Flüssen mit Schotterbänken wurden sichergestellt
9 Hektar Moore wurden außer Nutzung genommen und weitere urch gezielte Behirtung langfristig geschützt.
Mit dem aktuellen Jahr soll das Nationalparkzertifikat für die ländliche Entwicklung 2014-2020 fortgeführt und auf 30 Almen im Nationalpark Hohe Tauern Tirol erneut angeboten oder ausgeweitet werden.
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