Sie marschieren für die Isel, sitzen aber nicht länger im Iselrat: Reinhold Bacher und Gerlinde Stocker.
Nach Adolf Berger und Reinhold Bacher verlässt mit Gerlinde Stocker jetzt auch die letzte Vertreterin der Kraftwerksgegner den "Iselrat", ein Gremium, das laut Eigendefinition "ein Sprachrohr der Bevölkerung – positiv wie negativ" rund um den geplanten Kraftwerkbau im Virgental sein wollte.
"Offensichtlich ist es das Ziel des Iselrates, mit Hilfe von kostspieligen Beratungs- und Werbeprofis die Verwirklichung des Kraftwerkprojektes durchzusetzen. Dazu können und wollen wir nichts beitragen. Daher sahen wir nach fünf Sitzungen keine andere Möglichkeit mehr, als den Iselrat zu verlassen", schreiben die Vertreter der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk in einem Postwurf an alle Haushalte des Tales, der in diesen Tagen zugestellt wird.
"Wir sind sehr enttäuscht vom Iselrat. Waren wir anfangs noch motiviert, uns für die Entwicklung von Alternativen für das Virgental einzubringen, stellte sich jedoch bald heraus, dass es lediglich um die Detailplanung zu diesem Kraftwerksprojekt ging", steht da zu lesen. "Bei der letzten Sitzung wurden zwölf verschiedene Ausführungsvarianten vorgestellt, unter anderem noch größer dimensionierte Projekte bis nach Matrei", erläutert Regina Köll, Dolomitenstadt-Autorin und ebenfalls in der Initiative engagiert.
Den gesamten Postwurf gibt es hier zum Download:
Postwurf-Iselinitiative„Iselrat“: Klingt zwar nach Demokratie … Ein Kommentar von Dr. Gerhard Pirkner
Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.
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Bei einem Abendessen in New York letzte Woche mit Hydropower Experten Hermod Brekke (Norwegian University of Science and Technology), Brian Forbes (GHD, Australien) und Zho Dongru (CGGC, China) schnitt ich nur kurz das Thema Kraftwerk in Virgen an und nannte die veröffentlichten MW-Daten des geplanten Kraftwerks an der Isel. Alle waren sich schmunzelnd einig. Brekke: "...99% der Energie Norwegens ist Hydropower. Jedoch würde ich kein Geld in einen sensiblen 'Bach' wie diesen (gemeint war die Isel) legen. So ein kurzer Teil, so klein? Ein ökonomischer und ökologischer Unsinn. Nicht vertretbar, wenn man Naturliebhaber ist. Da brauch ich nicht mal das Tal zu sehen, kann mir der Experte erzählen was er will. Als Professor kann ich für so ein Projekt gefeuert werden, in Abu Dhabi geköpft werden..." Dongru verschluckte sich bei dieser Aussage fast. Brian schüttelte nur den Kopf. (Soweit mein Beitrag von ausserhalb der Box.)
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Bei einem Abendessen in New York letzte Woche mit Hydropower Experten Hermod Brekke (Norwegian University of Science and Technology), Brian Forbes (GHD, Australien) und Zho Dongru (CGGC, China) schnitt ich nur kurz das Thema Kraftwerk in Virgen an und nannte die veröffentlichten MW-Daten des geplanten Kraftwerks an der Isel. Alle waren sich schmunzelnd einig. Brekke: "...99% der Energie Norwegens ist Hydropower. Jedoch würde ich kein Geld in einen sensiblen 'Bach' wie diesen (gemeint war die Isel) legen. So ein kurzer Teil, so klein? Ein ökonomischer und ökologischer Unsinn. Nicht vertretbar, wenn man Naturliebhaber ist. Da brauch ich nicht mal das Tal zu sehen, kann mir der Experte erzählen was er will. Als Professor kann ich für so ein Projekt gefeuert werden, in Abu Dhabi geköpft werden..." Dongru verschluckte sich bei dieser Aussage fast. Brian schüttelte nur den Kopf. (Soweit mein Beitrag von ausserhalb der Box.)
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